CDU Bischofswerda

Keine dritte Klasse an der Grundschule Putzkau

Das Thema „Sicherung der Schulen im ländlichen Raum“ gehört jetzt auf die Tagesordnung der Landespolitik!

"Das Thema Sicherung der Schule im ländlichen Raum gehört jetzt auf die Tagesordnung des Landtages.“ erklärten gemeinsam die Vorsitzenden der CDU Orts- und Regionalverbände Bischofswerda, Demitz-Thumitz und Großharthau, „Die Staatsregierung und der Landtag sind daher gefordert, jetzt Beratungen aufzunehmen mit dem Ziel, das Schulgesetz zügig zu novellieren und es an die sich wandelnden Gegebenheiten insbesondere im ländlichen Raum anzupassen."

Mit Bedauern und großer Sorge haben wir die Entscheidung des sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Kenntnis genommen, der zukünftigen dritten Klasse der Grundschule Putzkau die Mitwirkung zu entziehen. Das bedeutet schlicht und einfach, dass es im kommenden Schuljahr keine dritte Klasse in Putzkau mehr geben wird und die Schülerinnen und Schüler nach der zweiten Klasse die Schule wechseln müssen. Was das für die Kinder und ihren Lernerfolg bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Gab es keine andere Möglichkeit des Handelns? Die Schulbehörde sah jedenfalls auf Basis der derzeitigen Gesetzeslage keine Chance für eine Ausnahmereglung.

Diese jüngste Entscheidung wie auch das Hick-Hack um eine vierte 5. Klasse am Goethe-Gymnasium in Bischofswerda lassen leider den Eindruck aufkommen, dass – bei der derzeitigen Gesetzeslage – das Wohl der Schülerinnen und Schüler und das Ziel, ihnen gute Lernbedingungen zu bieten, hinter die Einhaltung von Plan- und Sollzahlen zurücktritt. Aber, können wir mit dieser Einstellung auch zukünftig den Wissens- und Bildungsstandort Sachsen sichern? Und, können wir auf diese Weise Familien im ländlichen Raum und damit dem ländlichen Raum selbst noch eine Zukunft bieten? Fakt ist, dass generell eine Stagnation bzw. ein Rückgang der Schülerzahlen in vielen Landkreisen zu beobachten ist. Das betrifft auch den Landkreis Bautzen, der bei gleichbleibender Rechtslage seinen Schulnetzplan anpassen müsste. Grund- und Mittelschulen wären von Schließungen betroffen.

„Das Thema Sicherung der Schule im ländlichen Raum gehört jetzt auf die Tagesordnung des Landtages. Wenn die Gefahr besteht, dass einmal eingerichtete Jahrgangsstufen aufgelöst werden, und dass als Folge des demographischen Wandels Grund- und Mittelschulen von der Schließung bedroht sind, stellen wir die Zukunft unserer Region und des ländlichen Raums als Wohn- und Lebensort zur Disposition.“ erklärten gemeinsam die Vorsitzenden der CDU Orts- und Regionalverbände Bischofswerda, Demitz-Thumitz und Großharthau.

Und weiter: „Die Staatsregierung und der Landtag sind daher gefordert, jetzt Beratungen aufzunehmen mit dem Ziel, das Schulgesetz zügig zu novellieren und es an die sich wandelnden Gegebenheiten insbesondere im ländlichen Raum anzupassen. Mögliche Lösungsansätze hat bereits im April dieses Jahres die Landtagsabgeordnete Patricia Wissel in einem Positionspapier dargelegt. Diese Ansätze müssen endlich aufgegriffen werden.“

gez.

Dr. Bernd Grüber
Vorsitzender
CDU-Regionalverband
Bischofswerda

Martin Grohmann
Vorsitzender
CDU-Ortsverband
Demitz-Thumitz

Andreas Ehrentraut
Vorsitzender
CDU-Ortsverband
Großharthau