CDU-Kreisverband informiert zur Perspektiven der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Am 23. Februar folgten etwa 60 Gäste der Einladung der Kreis-CDU nach Cunewalde. Das Thema: "Sicherheits- und Verteidigungsindustrie - Perspektive und Chance für die Wirtschaft im Landkreis". Gekommen waren vorwiegend mittelständische Unternehmer aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz, aber auch interessierte Bürger aus der Umgebung.
Nach einer kurzen Begrüßung durch CDU-Kreisvorsitzenden Steffen Roschek und einer Einordnung des Themas in die aktuelle Kreispolitik durch Landrat Udo Witschas gab Dr. Matthias Witt, Geschäftsführer von der WIMCOM GmbH einen Impuls unter der Überschrift: "Das Geschäft mit dem öffentlichen Auftraggeber Bundeswehr". Demnach entsteht durch die aktuell steigenden Verteidigungsausgaben des Bundes für die lokale und mittelständischen Wirtschaft durchaus ein Potential für Wertschöpfung über die Produktion klassischer Rüstungsprodukte hinaus. Eine wichtige Voraussetzung dazu ist, dass die Unternehmer ein Verständnis für die Arbeitsabläufe bei der Bundeswehr entwickeln. Und angesichts der komplexen und teils langwierigen Vergabeprozesse muss hier langfristig gedacht werden
Der zweite Impulse des Abends kam von Generalmajor a. D. Markus Kurczyk. Er ist Vorsitzender des Mitteldeutschen Institutes der Sicherheitsindustrie, welches die Perspektiven der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie für Mitteldeutschland beleuchtet. Vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Zeitenwende verdeutlichte er: "Verteidigungsfähigkeit ist nicht nur eine Frage der Bundeswehr, sondern auch eine industrie- und strukturpolitische Herausforderung. Der geplante Neubau der Kaserne in Bernsdorf ist dabei mehr als ein Infrastrukturprojekt – er ist ein strategisches Signal und ein langfristiges Bekenntnis des Bundes zur Region."
Mitteldeutschland und auch die Oberlausitz verfügen nach Kurczyks Einschätzung über erhebliche industrielle Kompetenzen – von Maschinenbau über Metallverarbeitung bis hin zu IT und Sensorik. Diese Stärken gelte es gezielt in entstehende Wertschöpfungsketten einzubringen. "Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bedeutet dabei nicht Monostruktur, sondern Diversifizierung, technologische Innovation und stabile Nachfrage.", so Markus Kurczyk.
CDU-Kreisvorsitzender Steffen Roschek schätzte nach der Veranstaltung ein: "Der Einstieg in diesen Markt wird natürlich für unsere Unternehmen nicht leicht und es wird einen langen Atem brauchen. Und natürlich kommt das auch nicht für jedes Unternehmen in Frage. Doch ich kann nur dazu ermuntern, jetzt an den Start zu gehen und diese Herausforderung anzunehmen. Ich bin da ganz bei unserem Landrat Udo Witschas und sehe die aktuelle Entwicklung klar als Chance für unsere Region, die wir gestalten müssen".
Beachten Sie gern auch die Berichterstattung des MDR Sachsenpiegels und der Sächsischen Zeitung zu unserer Veranstaltung. in Cunewalde.